Einstein und Bach

Udo R. Schulz | Dezember 20th, 2010 - 07:25 | Weiterempfehlen Ihren XING-Kontakten zeigen

Der Jude Albert Einstein schrieb heute vor 75 Jahren, am 20.Dezember 1935, aus Princeton einer Gruppe von Kindern:

Mit Freude stelle ich mir vor, daß Ihr Kinder zu frohem Feste vereinigt seid beim Glanze der Weihnachtslichter. Denket auch an die Lehre dessen, dessen Geburt Ihr durch dieses Fest feiert. Diese Lehre ist so einfach; und doch hat sie sich in fast 2000 Jahre unter den Menschen nicht durchsetzen können: Lernet froh zu sein durch das Glück und die Freude Eurer Genossen, nicht durch den öden Kampf der Menschen untereinander! Wenn Ihr diesem natürlichen Fühlen in Euch Raum gebt, wird Euch jegliche Bürde dieses Lebens leicht oder doch erträglich werden, und Ihr werdet in Gelassenheit und ohne Furcht Euren Weg finden und überall Freude verbreiten.

Einstein, der übrigens leidenschaftlich Violine spielte, war auch ein Verehrer von Johann Sebastian Bach:

Was ich zu Bach’s Lebenswerk zu sagen habe: Hören, spielen, verehren und – das Maul halten.

Einstein und Christ Bach waren ohnehin Brüder – im Geiste, wie wir aus dem Weihnachtsoratorium hören können:

Jauchzet, frohlocket! auf, preiset die Tage,
Rühmet, was heute der Höchste getan!
Lasset das Zagen, verbannet die Klage,
Stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an!

In diesem Sinne lasst uns froh und munter sein! Auch über den Jahreswechsel hinaus.

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