Rom wurde nicht an einem Tag erbaut

Udo R. Schulz | Januar 18th, 2011 - 20:42 | Weiterempfehlen Ihren XING-Kontakten zeigen

Wie Unternehmen Web 2.0 bei der Personalsuche nutzen

“Unternehmen setzen bei Personalsuche auf das Web 2.0” lautet der Titel einer gerade veröffentlichten Studie des Branchenverbandes Bitkom.

Drei Dinge entnehme ich daraus:

Zum einen ist das Internet aus der Praxis der Personalsuche – ob mit dem Mittel der Online- Jobbörsen oder über die eigene Homepage – nicht mehr wegzudenken. 71% bzw. 66 % der Unternehmen veröffentlichen ihre offenen Stellen über diese Wege. Wer also bisher glaubte, er würde seinen künftigen Mitarbeiter mit einer Stellenanzeige allein in der Berliner Morgenpost oder gar ohne eine ansprechende Homepage finden, wird wohl eines Besseren belehrt werden, sofern noch nicht geschehen.

Zum anderen wächst die Zahl derjenigen Unternehmen deutlich, die ihre offenen Stellen über Online-Communities, also beispielsweise XING, Facebook, Twitter oder andere Blogs oder Youtube veröffentlichen: 29% der Unternehmen in 2010 (Vgl. 12% im Vorjahr). „Das Web 2.0 ist der Stellenmarkt der Zukunft“, sagt der Bitkom- Chef.

Und schließlich nutzen größere Unternehmen mit 58% das Mitmach-Web stärker als kleine und mittelständische Unternehmen (29 %).

Was nicht heißen soll, daß alles, was große Unternehmen tun, richtig oder gar vorbildhaft sein muß. Aber der Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationslösungen ist gerade für kleine und mittelständische Unternehmen angesagt, weil diese flexibler und zielgenauer eingesetzt werden können. Und Mittelständler verfügen einfach nicht über die Budgets der Großen.

Deshalb mein Appell an die, die mit gesunder Skepsis nicht gleich jede Mode mitmachen:Fangen Sie mit kleinen Schritten an, diese Welt zu erschließen! Es braucht sowieso seine Zeit, wie die Erbauung Roms. Lassen Sie sie nicht verstreichen!

Angesichts zunehmenden Fachkräftemangels darf einfach kein Weg der Personalsuche von vornherein ausgeschlossen bleiben. Weder die Online-Anzeige, die eigene Homepage, das Online- Netzwerk, das Stellenangebot in der Zeitung noch der Personaldienstleister.

Der Mittelstand kann sich das nicht leisten.

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