Chefsache: Seelische Gesundheit – Verantwortung als ChefIn

admin | März 21st, 2011 - 07:09 | Weiterempfehlen Ihren XING-Kontakten zeigen

Aufgrund von psychisch bedingten Fehlern, Produktivitätsverlusten bei der Arbeit (so genannter Präsentismus) oder krankheitsbedingten Ausfällen entstehen den Unternehmen und auch der Volkswirtschaft enorme Verluste. Gesundheit ist keine Privatsache.

Meine Tipps zur gesunden Unternehmensführung analog der Empfehlungen des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW):

1: Führungskräfte weiterbilden

Identifizieren Sie in Workshops Burnout-Risiken ihrer Mitarbeiter. Vermindern sie diese durch einen wertschätzenden und kooperierenden Führungsstil bis zu 20%.

2: Mitarbeiter stärken

Spaß bei der Arbeit, Selbstentfaltung und Lob sind Voraussetzungen für seelische Gesundheit und Abwehrkräfte. Setzen sie Mitarbeiter entsprechend ihrer Fähigkeiten und Potentiale ein.
Das motiviert nachhaltiger und langfristiger als finanzielle Anreize

3: Entschleunigen und Abschalten

Neueste Technologien ermöglichen eine 24 Stunden Erreichbarkeit. Dafür ist der Mensch nicht konzipiert. Wochenenden, Urlaubszeiten u.ä. sind Tabu. Achten Sie auf die Einhaltung von Pausenzeiten. Es gibt schon Unternehmen die ein 10-minütiges Nickerchen am Arbeitsplatz propagieren, weil wissenschaftlich nachgewiesen ist, das anschließend die Konzentration wesentlich erhöht ist.

4: Aufklären

Aufklärung über physische und psychische Gesundheit am Arbeitsplatz sind sinnvolle Maßnahmen. Im Rahmen eine ganzheitlichen Gesundheitsmanagements können hierzu modulare Veranstaltungen durchgeführt werden. Was bei Großunternehmen seit Jahren schon Modethema ist, könnte auch in kleinen und mittleren Unternehmen die Wirtschaftlichkeit wesentlich erhöhen.

Tipp 5: Bedingungen verbessern

Optimale Arbeitsbedingungen vermindern nachweislich Stress und auch Krankheitsquoten.
Viele meiner Kunden arbeiten in alten Strukturen bei veränderten Bedingungen. Probleme sind dann z.B. O-Ton einer Geschäftsführers „Meine Führungskräfte führen nicht.“; Entscheidungen dauern zu lange, Informationen kommen zu spät, zu wenig oder gar nicht, Beschwerden nehmen zu, Kreativität, Eigeninitiative nehmen ab…Man könnte sagen das Unternehmen ist wie ein müdes Tier.

Eine Organisationsanalyse, Mitarbeiterbefragung oder ein Workshop zu den Themen (Aufgaben, Strukturen, Prozesse, Mitarbeiter, Führung, Informations- und Entscheidungsprozesse, Mess- und Belohnungssysteme) bringen hier oft erstaunliche Erkenntnisse.

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